"Junk DNA" grösstenteils als falsch widerlegt

Die NZZ meldet am 8.9.2012: "Das Mammutprojekt «Encode» will die Funktionen der etwa drei Milliarden Basenpaare der menschlichen DNA in der sogenannten Enzyklopädie der Erbgutelemente erfassen. In rund dreissig Fachartikeln werden nun die Ergebnisse erster Analysen der riesigen Datenbank vorgestellt.
Schon das «Encode»-Pilotprojekt hatte gezeigt, dass ein grosser Teil der lange als «Müll»-(Junk-)DNA bezeichneten Abschnitte unseres Erbguts in Wirklichkeit Funktionen wahrnimmt. Im Mammutprojekt «Encode» (Encyclopedia of DNA Elements) sollten dann die Funktionen der etwa drei Milliarden Basenpaare der menschlichen DNA in der «Enzyklopädie der Erbgutelemente» erfasst werden. Nun präsentiert das Projekt Ergebnisse – in rund dreissig Beiträgen in Fachzeitschriften wie «Nature» oder «Genome Research».
Über 80 Prozent des Genoms mit Funktion
Demnach haben nach derzeitigem Stand des Wissens 80,4 Prozent des Erbguts zumindest eine Funktion: Einige beeinflussen, ob und wann ein Gen abgelesen wird, andere wirken sich auf die Struktur des Erbguts aus. Die «Junk-DNA» sei in Wirklichkeit ein gewaltiger Steuerungsapparat für die Abläufe in den Zellen, heisst es denn auch.
Deswegen können nicht nur Veränderungen in den Genen, sondern auch Abweichungen in diesen bisher wenig berücksichtigten Bereichen des Erbguts zu Krankheiten führen. Eine Forschergruppe zeigt dies etwa für die chronische Darmentzündung Morbus Crohn, die Nervenkrankheit multiple Sklerose und Herzleiden. Veränderungen der regulatorischen Bereiche ausserhalb der eigentlichen Gene seien in diese und andere Krankheiten tiefgreifend involviert, berichten die Wissenschafter in der Fachzeitschrift «Science»."
Nun wäre es interessant zu sehen, wie viele der Evolutionstheoretiker, welche die so genannte "Junk DNA" als Beweis für die Evolution anführten, nun eine öffentliche Korrektur anbringen!

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